Niemand glaubt, dass es ihn trifft.
Die meisten Familien haben einen Feuerlöscher, eine Hausratversicherung und einen Rauchmelder. Nicht, weil sie mit einem Brand rechnen – sondern weil die Vorbereitung wenig kostet und der Ernstfall viel.
Bei Strom, Wasser und Internet ist das anders. Wir halten sie für selbstverständlich, weil sie fast immer da sind. Genau deshalb trifft es Familien unvorbereitet, wenn sie einmal ausfallen.
Vorsorge ist kein Pessimismus.
Wer vorbereitet ist, entlastet auch die Einsatzkräfte, die anderen helfen müssen.
Es geht um Tage, nicht um Wochen.
Dieser Guide behandelt die ersten drei Tage. Kein Bunker, kein Weltuntergang.
Familien brauchen mehr.
Kinder, Babys und Haustiere verändern die Planung. Darauf liegt hier der Schwerpunkt.
Alle Fotos wurden mit künstlicher Intelligenz erzeugt und zeigen keine realen Personen, Orte oder Ereignisse. Abgebildete Ausrüstung stellt Entwürfe dar.
Er ersetzt keine behördlichen Anweisungen und keine individuelle Beratung. Er gibt euch eine Struktur, mit der ihr an einem Nachmittag konkret anfangen könnt.
Die ersten 72 Stunden.
Kein Szenario, sondern eine Orientierung: So verschiebt sich der Alltag, wenn die Versorgung unterbrochen ist.
Der Alltag steht still
Kein Licht, keine Heizung, kein WLAN. Kartenzahlung und viele Türsysteme funktionieren nicht.
Nachschub wird knapp
Geschäfte können ohne Strom nicht kassieren. Wer jetzt erst losfährt, findet oft leere Regale.
Geräte gehen aus
Handyakkus sind leer, Mobilfunkmasten laufen nur begrenzt über Notstrom.
Wasser wird zum Thema
Pumpen brauchen Strom. In Hochhäusern fällt der Druck zuerst aus – auch die Toilettenspülung.
Vorbereitung zahlt sich aus
Wer Wasser, Licht, Dokumente und einen Plan hat, bleibt handlungsfähig.
Diese Übersicht beschreibt einen möglichen Verlauf, keine feste Abfolge. Wie lange eine Störung dauert, hängt vom Ereignis, vom Ort und vom Schadensausmaß ab.
Was offiziell empfohlen wird.
Vorsorge ist keine Erfindung von Herstellern. Zwei offizielle Empfehlungen sind relevant – sie widersprechen sich nicht, sie ergänzen sich.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können. Mindestens drei Tage gelten als wichtiger Einstieg.
Die EU-Kommission empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern, sich mindestens 72 Stunden selbst versorgen zu können.
Die meisten Familien starten nie, weil zehn Tage nach viel klingen. Deshalb setzen wir bei 72 Stunden an: der Zeitraum, den ihr an einem Nachmittag abdecken könnt – und die Basis, auf der ihr später aufbaut.
Was zur Grundausstattung gehört
- Getränke- und Lebensmittelvorrat
- Licht unabhängig vom Stromnetz
- Dokumente an einem festen Ort
- Batterie- oder Kurbelradio
- Hausapotheke und Medikamente
- Gepacktes Notgepäck
Quellen: BBK, Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ · EU-Kommission, Preparedness Union Strategy (2025). Alle Quellen am Ende der Seite.
Bleiben oder gehen?
Nicht jeder Notfall bedeutet, dass ihr das Haus verlassen müsst. Eine Frage entscheidet:
Ihr bleibt zu Hause.
- Warnung weiterverfolgen: Radio, Warn-App
- Vorräte und Licht bereitlegen
- Fenster und Türen geschlossen halten
- Nachbarn im Blick behalten
Ihr geht.
- Notgepäck greifen – nicht erst packen
- Kinder und Tiere zuerst sichern
- Fenster schließen, abschließen
- Der angewiesenen Route folgen
- Feuer oder starke Rauchentwicklung: sofort raus, Türen schließen, 112 rufen.
- Gasgeruch: keine Schalter, keine Klingel, kein Licht betätigen. Fenster öffnen, raus, von draußen melden.
- Steigendes Wasser oder Schäden am Gebäude: höher gelegene Bereiche aufsuchen oder das Gebäude verlassen.
- Im Zweifel gilt immer: 112. Anweisungen der Einsatzkräfte haben Vorrang vor jeder Checkliste.
Außerhalb dieser Ausnahmen ist das eigene Zuhause meist der geschütztere Ort: Dort habt ihr Vorräte, Wärme und Ordnung.
Die fünf Dinge, die wirklich zählen.
Vorsorge wird schnell unübersichtlich. Diese fünf Bereiche decken das Wesentliche ab – die Reihenfolge ist kein Zufall.
Wasser
Das Erste, was knapp wird – und das Einzige, was sich nicht ersetzen lässt.
Wärme
Ohne Heizung kühlt eine Wohnung schneller aus als gedacht.
Dokumente
Ausweise, Versicherungen, Medikamentenplan – ohne sie wird alles danach langsamer.
Information
Ein Radio, das ohne Netz funktioniert, ersetzt im Ernstfall jedes Smartphone.
Ordnung
Entscheidend ist nicht, was ihr besitzt – sondern was ihr in dreißig Sekunden findet.
Wer Wasser, Wärme und Dokumente geregelt hat, hat den größten Teil geschafft und kann den Rest in Ruhe ergänzen.
Was gehört in ein Notgepäck?
Die BBK-Faustregel: pro Person nicht mehr, als in einen Rucksack passt. Ein Rucksack statt eines Koffers – so bleiben beide Hände frei.
Trinken & Essen
- Wasser für die ersten Stunden
- Riegel, Nüsse, Trockenobst
- Taschenmesser, Dosenöffner
Schutz & Wärme
- Regenschutz, Wechselkleidung
- Rettungsdecke, Schlafsack
- Feste Schuhe, Kopfbedeckung
Licht & Information
- Taschenlampe, Ersatzbatterien
- Kurbel- oder Batterieradio
- Powerbank, Ladekabel
Gesundheit & Papiere
- Persönliche Medikamente
- Erste-Hilfe-Material
- Dokumentenmappe
Orientiert an der BBK-Checkliste Notgepäck. Passt die Liste an eure Familie an.
Warum Ordnung den Unterschied macht.
Im Ernstfall entscheidet nicht, wie viel ihr besitzt, sondern wie schnell ihr es findet. Die häufigste Lücke ist nicht fehlende Ausrüstung – es ist verteilte Ausrüstung.
Ein fester Platz
Flur oder Garderobe – erreichbar ohne Umweg, bekannt für alle in der Familie.
Griffbereit statt gut verstaut
Was im Keller hinter Kisten steht, ist im Ernstfall nicht vorhanden.
Nach Themen sortiert
Trinken, Wärme, Licht, Papiere: getrennt verpackt, sodass niemand alles auskippen muss.
Alle wissen Bescheid
Auch die Kinder. Ein Platz, den nur ein Elternteil kennt, ist nur ein halber Plan.
Wasser & Nahrung richtig planen.
Ohne Strom fällt mehr aus als die Beleuchtung: Pumpen, Kühlung und Kassen. Diese Grundlagen decken die ersten drei Tage ab.
pro Person und Tag – davon 0,5 Liter für die Zubereitung von Lebensmitteln.
pro Person und Tag – unser Wert mit Reserve für Hygiene, Hitze und Krankheitstage.
Der BBK-Wert ist die offizielle Mindestmenge. Unser Wert ist eine eigene Planungsempfehlung mit Puffer – keine behördliche Vorgabe.
Nahrung – nach Aufwand sortiert
Plant so, dass ihr auch ohne Kochmöglichkeit satt werdet.
ohne Strom, ohne Wasser
- Konserven mit Gemüse, Eintopf oder Fisch
- Knäckebrot, Zwieback, Riegel
- Nüsse und Trockenobst
- Honig, Nussmus
wenig Wasser und Brennstoff
- Haferflocken – quellen auch kalt
- Instantsuppe, Brühe
- Couscous
- Tee, Kaffee
nur mit Kochmöglichkeit
- Reis, Nudeln
- Trockenhülsenfrüchte
- Kartoffeln
- Trockennahrung
Kauft nur, was ihr ohnehin esst – und esst den Vorrat im Alltag mit auf. So läuft nichts ab, und der Vorrat kostet euch kein zusätzliches Geld.
Wie viel Wasser braucht eure Familie?
Tragt eure Familie ein. Der Bedarf für 72 Stunden wird sofort berechnet.
Mehrere kleine Behälter statt eines großen – leichter zu tragen, und ein Schaden kostet nicht den ganzen Vorrat. Kühl, dunkel und geruchsfrei lagern. Ungeöffnetes Mineralwasser hält lange, das Mindesthaltbarkeitsdatum steht auf der Flasche. Leitungswasser in Kanistern regelmäßig austauschen und die Behälter vorher gründlich reinigen.
Zusätzlicher Bedarf entsteht bei Hitze, Fieber, Durchfall und in der Schwangerschaft. Wasser für Waschen und Toilette ist in diesen Mengen nicht enthalten – plant es separat.
Stromausfall: zu Hause bleiben.
Jetzt zählen vier Dinge – und eine Sicherheitsregel, die wichtiger ist als alles andere.
Licht
- Taschenlampe an festem Platz – alle wissen, wo
- Stirnlampe hält die Hände frei
- Kerzen nie unbeaufsichtigt und außer Reichweite von Kindern
Wärme
- Ein Raum für alle – der bleibt am längsten warm
- Decken, Schichten, warme Getränke in der Thermoskanne
- Türen zu ungenutzten Räumen schließen
Informiert bleiben
- Kurbel- oder Batterieradio: regionale Sender hören
- Warn-App NINA und warnung.bund.de sind die amtlichen Kanäle
- Warnungen kommen auch per Cell Broadcast direkt aufs Handy
- Handy in den Stromsparmodus, Powerbank nur fürs Nötigste
Kühlschrank & Gefrierfach
- Kühlschrank: bleibt geschlossen etwa 4 Stunden kalt
- Gefrierschrank voll: bis etwa 48 Stunden
- Gefrierschrank halb voll: etwa 24 Stunden
- Verderbliches, das länger als zwei Stunden über 4 °C lag, nicht mehr verwenden
- In Innenräumen ausschließlich Geräte verwenden, die ausdrücklich dafür zugelassen sind.
- Campingkocher mit Gaskartusche, Gas- und Holzkohlegrills gehören nur ins Freie – niemals in Wohnung, Keller oder Garage.
- Kohlenmonoxid ist geruchlos und unsichtbar. Es wirkt, bevor man es bemerkt. Ein CO-Melder kostet wenig und warnt zuverlässig.
- Heizen mit Grill, Heizpilz oder offener Flamme ist in Innenräumen lebensgefährlich.
Eure Dokumente im Ernstfall.
Das BBK unterscheidet drei Stufen. Diese Einteilung ist wichtig: Nicht alles gehört als Kopie in die Mappe – und nicht alles sollte im Original unterwegs sein.
- Geburtsurkunden
- Heirats- und Sterbeurkunden
- Stammbuch
- Sparbücher, Kontoverträge, Wertpapiere
- Versicherungspolicen
- Renten- und Einkommensbescheinigungen
- Zeugnisse und Qualifikationsnachweise
- Miet- und Leasingverträge
- Testament, Patientenverfügung, Vollmacht
- Personalausweis und Reisepass
- Führerschein und Fahrzeugpapiere
- Impfpass
- Grundbuchauszüge
Zusätzlich für Familien
- Medikamentenplan für jedes Familienmitglied
- Notfallkontakte auf Papier
- Sorgerechts- und Betreuungsnachweise
- Heimtierausweis
An einem festen Ort, wasserdicht verpackt und für alle Erwachsenen erreichbar. Kopien zusätzlich an einem zweiten Ort hinterlegen. Digitale Sicherung sinnvoll ergänzen, aber niemals als einzigen Speicherort.
Einteilung nach BBK, „Immer griffbereit: Die Dokumentenmappe“.
Vorbereitung mit Kindern.
Das BBK nennt als Faustregel einen Rucksack pro Familienmitglied. In der Praxis heißt das: Eltern tragen das Gewicht, Kinder tragen das Nötigste und etwas Vertrautes.
Baby & Kleinkind
- Windeln und Feuchttücher für mehrere Tage
- Babynahrung und zusätzliches Wasser fürs Fläschchen
- Fieberthermometer und Fiebersaft
- Wundcreme, Schnuller, Wechselkleidung
- Babytrage – im Zweifel wichtiger als der Kinderwagen
Kind & Schulkind
- Eigener leichter Rucksack
- Kuscheltier, Malheft und Stifte
- Snacks und eigene Trinkflasche
- Wechselkleidung, Mütze, Regenschutz
- Eigene kleine Taschenlampe
Falls ihr im Gedränge getrennt werdet: Jedes Kind trägt eine SOS-Kapsel oder einen Brustbeutel mit Name, Geburtsdatum, Anschrift und eurer Telefonnummer. Das BBK empfiehlt das ausdrücklich. Erhältlich in Apotheke und Drogerie – oder als laminierte Karte selbst gemacht.
Mit Kindern darüber sprechen.
Kinder merken, wenn etwas anders ist. Wer vorbereitet ist und ruhig erklärt, nimmt ihnen die Unsicherheit.
Als gemeinsame Aufgabe rahmen
„Wir packen unseren Entdecker-Rucksack“ funktioniert besser als „falls etwas Schlimmes passiert“.
Kinder mitpacken lassen
Wer sein Kuscheltier und seine Taschenlampe selbst einpackt, fühlt sich beteiligt statt ausgeliefert.
Einfach und ehrlich bleiben
„Manchmal geht der Strom aus. Dann haben wir alles da und machen es uns gemütlich.“ Mehr braucht es meist nicht.
Den Plan spielerisch üben
Ein Abend nur mit Taschenlampen und Kerzen: Vorräte testen, Treffpunkt besprechen. Wenn ihr dafür Sicherungen ausschaltet, denkt vorher an empfindliche Geräte und an alle, die medizinische Geräte nutzen.
Auf Fragen warten statt Vorträge halten
Kinder fragen von selbst, was sie beschäftigt. Kurz antworten, dann weiterspielen lassen.
Das BBK stellt kindgerechte Hefte und Spiele zum Thema Bevölkerungsschutz kostenlos bereit.
Haustiere im Notfall: Keiner bleibt zurück.
Tiere werden bei der Vorsorge am häufigsten vergessen. Dabei gilt: Ist euer Zuhause nicht mehr sicher, ist es das für euer Tier ebenso wenig.
Das Tier-Notfall-Set
- Futter für mehrere Tage – die gewohnte Sorte
- Wasser und ein faltbarer Napf
- Leine, Halsband, bei Bedarf Maulkorb
- Transportbox, griffbereit und nicht im Keller
- EU-Heimtierausweis und Impfnachweis als Kopie
- Medikamente und kleines Erste-Hilfe-Set
- Vertraute Decke oder Spielzeug
- Katzenstreu oder Kotbeutel
Die Transportbox zum Alltagsgegenstand machen
Eine Katze, die ihre Box kennt, ist in Sekunden gesichert. Eine fremde Box kostet Minuten, die ihr nicht habt.
Unterbringung vorher klären
Notiert zwei bis drei tierfreundliche Optionen: Verwandte, Pension, Hotel. Notunterkünfte nehmen nicht immer Tiere auf.
Eine Vertrauensperson benennen
Jemand, der euer Tier holt, falls ihr nicht nach Hause kommt. Name und Nummer gehören in den Familienplan.
Lasst Tiere niemals angeleint oder eingesperrt zurück. Wenn ihr geht, geht ihr gemeinsam.
Wenn ihr das Haus verlassen müsst.
Kein Suchen, kein Chaos – ein Ablauf. Wer die ersten zehn Minuten kennt, handelt, statt zu reagieren.
Ruhe und Überblick
Warnung anhören: Was ist passiert, wohin sollt ihr, wie viel Zeit habt ihr?
Familie sammeln
Alle in einen Raum. Kinder anziehen, Tier in die Box.
Notgepäck greifen
Nicht packen – greifen. Es steht fertig am vereinbarten Platz.
Gebäude sichern
Fenster schließen, abschließen. Bei Gasgeruch keine Schalter betätigen.
Losgehen
Der angewiesenen Route folgen. Wenn es die Lage erlaubt: Nachbarn kurz informieren.
Die An-der-Tür-Liste
Erst im letzten Moment einpacken:
- Haus- und Autoschlüssel
- Handy und Ladekabel
- Geldbeutel: Ausweise, Bargeld, Gesundheitskarten
- Brille, Hörgerät
- Aktuelle Medikamente aus dem Bad
Übt den Ablauf einmal im Jahr und stoppt die Zeit. Routine ersetzt Hektik.
Euer Familien- Notfallplan.
Füllt ihn gemeinsam aus – direkt hier am Telefon.
Alles, was ihr hier eintragt, bleibt ausschließlich in eurem Browser auf diesem Gerät gespeichert. Es wird nichts an uns oder an Dritte übertragen, und wir können es nicht einsehen.
Wenn ihr den Browserverlauf löscht oder ein anderes Gerät nutzt, sind die Eingaben weg. Druckt den Plan deshalb aus oder sichert ihn als PDF – über den Knopf unten öffnet sich der Druckdialog eures Geräts, dort könnt ihr „Als PDF sichern“ wählen.
112 Feuerwehr und Rettungsdienst · 110 Polizei
Warnungen: NINA-App und warnung.bund.de
Die fünf häufigsten Fehler.
Alle fünf haben dieselbe Ursache: Vorsorge wird als Anschaffung verstanden, nicht als Gewohnheit.
„Ich mache das, wenn es so weit ist.“
Wenn es so weit ist, sind die Regale leer und der Akku fast leer. Vorsorge funktioniert nur vorher – danach heißt sie Improvisation.
Alles kaufen, nichts ordnen.
Eine volle Schublade ist kein System. Im Ernstfall zählt nicht, was ihr besitzt, sondern was ihr in dreißig Sekunden findet.
Wasser unterschätzen.
Die meisten denken zuerst an Essen. Dabei ist Wasser das Erste, was knapp wird – und das Einzige, was sich nicht ersetzen lässt.
Dokumente vergessen.
Ohne Papiere wird alles nach dem Ereignis langsamer. Die Kopien kosten euch einmal zwanzig Minuten.
Einmal packen und nie wieder ansehen.
Batterien entladen sich, Lebensmittel laufen ab, Kinder wachsen aus der Kleidung heraus. Ein fester Termin pro Jahr genügt.
Alle fünf lassen sich an einem einzigen Nachmittag beheben. Die Checkliste weiter unten führt euch durch.
Der jährliche Prüfplan.
Vorsorge veraltet leise. Ein fester Termin im Jahr genügt. Koppelt ihn an ein Datum, das ihr ohnehin nicht vergesst.
Wasser und Vorräte
- Haltbarkeit der Lebensmittel prüfen
- Wasservorrat austauschen oder ergänzen
- Fehlendes nachkaufen
Notgepäck und Kleidung
- Kleidergrößen der Kinder prüfen
- Wechselkleidung der Jahreszeit anpassen
- Rucksäcke einmal komplett auspacken
Licht und Energie
- Batterien und Powerbank testen
- Taschenlampen und Radio prüfen
- Kerzen und Feuerzeug ergänzen
Dokumente und Plan
- Familienplan aktualisieren
- Kontakte und Medikamentenplan prüfen
- Neue Dokumente ergänzen
Eure persönliche Checkliste.
Hakt ab, was schon erledigt ist. Euer Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert – ihr könnt jederzeit zurückkommen.
Ehrliche Antworten auf häufige Fragen.
Sind wir damit „Prepper“?
Nein. Ihr seid eine Familie, die einen Feuerlöscher besitzt, ohne einen Brand zu erwarten. Sowohl das BBK als auch die EU-Kommission empfehlen Eigenvorsorge ausdrücklich für alle Haushalte.
Wie wahrscheinlich ist so ein Fall überhaupt?
Großflächige, lang andauernde Ausfälle sind in Deutschland selten. Regionale Ereignisse wie Unwetter, Hochwasser oder örtliche Stromausfälle kommen häufiger vor. Entscheidend ist weniger die Wahrscheinlichkeit als der Aufwand: Die Vorbereitung kostet einen Nachmittag.
Reichen 72 Stunden wirklich?
72 Stunden sind ein sinnvoller erster Abschnitt und der Einstieg, den die EU-Kommission empfiehlt. Wie lange Einschränkungen tatsächlich dauern und wann Hilfe verfügbar ist, hängt vom Ereignis, vom Ort und vom Schadensausmaß ab. Das BBK empfiehlt deshalb, schrittweise auf zehn Tage aufzubauen.
Was ist mit Kindern und Haustieren?
Plant beide ausdrücklich mit: zusätzliches Wasser, passende Nahrung, Beschäftigung für Kinder, Futter und Transportbox fürs Tier. Die Kapitel 12 bis 14 gehen im Detail darauf ein.
Wie oft müssen wir alles prüfen?
Einmal im Jahr genügt in der Regel. Der Prüfplan in Kapitel 18 zeigt, was wann dran ist.
Können wir das nicht einfach selbst zusammenstellen?
Ja – und genau dabei hilft euch dieser Guide. Alles, was hier steht, könnt ihr mit Dingen aus dem Supermarkt und Baumarkt umsetzen. Wichtig ist nur, dass ihr anfangt.
Warum wir ESSENTIAL72 entwickeln.
Wir wollen Familienvorsorge zugänglich und erschwinglich machen – für jede Familie, nicht nur für die, die sich damit ohnehin schon beschäftigen.
Die Informationen dazu sind in Deutschland öffentlich und gut gemacht. Das Problem ist nicht, dass es sie nicht gäbe – sondern dass sie über Broschüren, Checklisten und Behördenseiten verteilt sind. Wer abends anfängt, sich einzulesen, hat nach zwei Stunden viele Empfehlungen gesammelt und trotzdem keine Antwort auf die einfachste Frage: Womit fange ich an?
Genau diese Lücke wollen wir schließen. Nicht mit mehr Informationen, sondern mit einer Reihenfolge – zugeschnitten auf Familien, die Kinder, Babys oder Haustiere mitplanen müssen.
Und wir wollen das nicht allein tun. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Familien in Deutschland die erste Familienvorsorge aufzubauen, die wirklich für den Alltag gedacht ist.
ESSENTIAL72 befindet sich in der Entwicklung. Es gibt derzeit kein fertiges Produkt und keinen Verkauf. Dieser Guide ist der erste Schritt und bleibt kostenlos.
Zugänglich
Vorsorge darf keine Frage des Budgets sein. Alles in diesem Guide lässt sich mit Dingen aus Supermarkt und Baumarkt umsetzen.
Ohne Angstmache
Vorsorge funktioniert über Ruhe, nicht über Druck. Deshalb findet ihr hier keine Katastrophenbilder.
Nachvollziehbar
Jede Zahl hat eine Quelle. Wo wir eigene Planungswerte nennen, steht es ausdrücklich dabei.